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Autor: | 20.03.2012 21:55 | Permalink

Der Saarländer

Eine für’s ganze Saarland gültige „saarländische Mundart“ gibt es nicht. Man kann saarländisch essen oder ins Saarland fahren. Im Saarland spricht man nämlich mehrere Mundarten.
Es gibt einerseits das Moselfränkische,  und das Rheinfränkischen. Das geht  quer durchs Land. Diese Sprachgrenze läuft  nördlich von Saarbrücken an der alten Grafschaftsgrenze entlang, das Köllertal hinauf in die Tholeyer Gegend zur mittleren Nahe und erreicht bei Boppard den Rhein. Heute ist es durch die Mobilität der Bevölkerung dazu gekommen, dass die Trennungslinie nicht mehr so scharf gezogen werden kann. Man spricht im Bereich der Sprachgrenze eher von einem Gebiet also, wo sich Wörter und Ausdrucksweise angleichen, überlappen, verbinden, verbünden. Es sind also mindestens zwei Sprachlandschaften, eventuell sogar drei, die das Saarland prägen.

Worte in "Saarländisch"

Arwet                Arbeit

Ballawer           große Lärmbildung

bibb                  müde, abgeschlafft

dabber             schnell

dummele          sich beeilen

ebbes              etwas

Fisematente    Schwierigkeiten

Flemm              depressiver Zustand

Freck                allgemeine Bezeichnung für Erkältungskrankheiten aller Art

kloor                witzig

Grommbeer      Kartoffel

Grub                 Bergwerk

Huddel             Schwierigkeiten

Lyoner             saarländische Fleischwurst

Sießschmier     Marmelade

Urwes              Rest

Zores               Schwierigkeiten


Das ist nur eine kleine Auswahl „Saarländischer“ Worte. Ich werde im laufe der Zeit noch mehr zeigen oder schreiben, gefolgt von „Saarländischen“ Gerichten. Vielleicht kann ich so den Saarländer näher bringen, einige werden schmunzeln oder auch einiges nicht verstehen, aber jeder soll mal in seinem Bundesland nachsehen und er wird festellen soviel Unterschied ist da nicht.


        Alles Liebe
Der – Rucksackfranzose
       (Detlev Tyb’l)



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